Konzert-Splitter - Besonderes

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Neues Gesangsquartett „Ohne Extras“ in Horbach

Drei auf einen Streich

 

Neues Gesangsquartett „Ohne Extras“ singt Schubert, Mendelssohn-Bartholdy und Silcher

 

27.01.2008 Horbach. „Ohne Extras“ – so heißt das neue Gesangsquartett, das sich aus vier Sängern des MGV Cäcilia Horbach formiert hat. Die Proben laufen zurzeit auf vollen Touren; Ende April stellt sich das Ensemble mit der Konzertreihe „Romantischer Frühling“ in der Alten Kirche Staudt erstmals der Öffentlichkeit vor.

 

Dass sich das Quartett bei seinem Debüt für Werke aus der Romantik entschieden hat, hat mehrere Gründe. „Schubert, Mendelssohn-Bartholdy und Silcher – das ist traumhaft schöne Musik“, sind sich die vier Sänger einig. Bevor sich ein neu formiertes Gesangsensemble aber einem Publikum präsentieren kann, hat es eine ganz praktische Hürde zu meistern: Es muss seinen individuellen Sound finden. „An keiner anderen Literatur kann man mehr wachsen“, sagt Volker Diel, 2. Tenor und musikalischer Leiter des Quartetts und fügt hinzu: „Gerade Franz Schubert hat viele seiner Werke nicht für großen Chor, sondern das solistisch besetzte Quartett geschrieben. Das ist die größte Herausforderung, der man sich als Sänger stellen kann“.

 

Wie weit die Suche nach dem eigenen Sound inzwischen gelungen ist, will das Quartett Ende April in der Alten Kirche Staudt unter Beweis stellen. In drei verschiedenen Konzerten singt das Quartett Kompositionen der drei großen Romantiker: Am Freitag, 25. April, deutsche Volkslieder im Satz von Friedrich Silcher, am Samstag, 26. April, Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und am Sonntag, 27. April, Lieder für vier Männerstimmen von Franz Schubert. Weibliche Unterstützung erhalten die vier Herren von ihren musikalischen Gästen

Kirsten Labonte (Sopran) und Annette Gotthardt (Klavier).

 

Die Konzerte am Freitag und Samstag beginnen jeweils um 20:00 Uhr, das Schubertkonzert am Sonntag um 18:00 Uhr. Karten sind ab sofort bei der Buchhandlung Reuffel in Montabaur erhältlich, können aber auch unmittelbar bei den vier Sängern oder über die Internetpräsentation des Quartetts unter www.ohne-extras.de bestellt werden.

 

Auf den ungewöhnlichen Namen des Quartetts angesprochen, können sich die Sänger ein Schmunzeln nicht verkneifen. Bewusst haben sie auf eine akademisch anmutende Namensgebung verzichtet. „Da würden wir uns von unzähligen Ensembles kaum unterscheiden und außerdem passt dieser Name besser, auch wenn es vordergründig nicht so aussieht“, sagt Bariton Uwe Girmann. Tatsächlich macht der Name „Ohne Extras“ zunächst stutzig, doch klären die vier Sänger auf ihrer Homepage über die Hintergründe auf.

 

Ob das Ensemble ausschließlich romantische Literatur singen will, lautete die nächste Frage. „Keineswegs“, sagt Bass Alfred Labonte und 1. Tenor Jens Basler fügt hinzu: „Das Unterhaltungsprogramm liegt schon auf dem Klavier zum Proben, in diesem Stapel dort“. Obenauf liegen in der heutigen Probe aber Franz Schuberts „Lied im Freien“ und dessen „Wehmut“. Traumhaft schöne Musik eben.